Very aTRACKtive: Was ist eigentlich ein Trackingkonzept?

Ihr habt eine Webseite, ihr habt Besucher. So weit so gut. Aber was genau wisst ihr darüber, wer diese Besucher sind, wie sie sich auf der Webseite bewegen, was ihnen gefällt und was nicht? Ein Trackingkonzept hilft euch, Mäuschen zu spielen und zu verstehen, wie ihr eurer Zielgruppe genau das Erlebnis bieten könnt, was sie sucht!

Mal Hand auf’s Herz: Bevor ihr eine Tupper-Party schmeißt, wollt ihr ja auch wissen, wer da eigentlich auf eurem Sofa sitzen wird. Und, ob sich derjenige auch tatsächlich für Tupperdosen interessiert – und nicht nur wegen der Schnittchen gekommen ist oder weil die beste Freundin eine Begleitung brauchte.

Mit einer Webseite und ihren Besuchern ist es ganz ähnlich. Klar ist es erst mal toll, wenn Google Analytics spitze Ausschläge nach oben anzeigt (so ähnlich wie das Diagramm bei einem Herzen, das kräftig schlägt). Aber wenn die Verkaufszahlen sich nicht in dieselbe Richtung bewegen, dann macht die Analyse gleich viel weniger Spaß. Und deshalb ist es wichtig zu wissen,

  • wer eure Webseite besucht und
  • was er oder sie dort gut findet – oder eben nicht!

Und genau dafür braucht man ein Trackingkonzept!

Definition Trackingkonzept

Trackingmaßnahmen sind quasi eure persönlichen Spürhunde: Sie verfolgen die Wege, die User auf eurer Webseite einschlagen. Und je feiner ihre Nase ist, desto besser finden sie heraus, wer da eigentlich unterwegs ist.

Habt ihr eure Hunde besonders gut trainiert, verfolgt ihr ein richtiges Trackingkonzept: Damit bezeichnet man all die strukturierten Maßnahmen der User-Spurenverfolgung, die detaillierte Auskünfte über die Webseitenbesucher, ihre Herkunft und jeden einzelnen Touchpoint ermöglichen. In einem zweiten Schritt helfen diese Informationen dabei,

  • die eigene Performance zu optimieren
  • neue Strategien zu erstellen und
  • die eigenen Businessziele zu erreichen.

Und davon profitieren dann auch wieder eure Kunden – eine klassische Win-Win-Situation.

 

Erfolgreich tracken

Grundvoraussetzung für erfolgreiches Webtracking ist ein Webanalyse-Tool, klassischerweise Google Analytics. Dabei solltet ihr euch immer vor Augen führen, dass jede Form von Kundenakquise Geld kostet – und deshalb solltet ihr sehr genau schauen, auf welches Pferd ihr jetzt und in Zukunft setzen wollt. Und um das beste Reittier im Stall zu ermitteln, solltet ihr euch folgende Fragen stellen:

  • Von wo aus kommen User auf die Seite?
  • Welche (Unter-)Seiten werden am häufigsten geklickt?
  • Wie viel Zeit verbringen die Nutzer insgesamt auf der Seite?
  • Hinterlassen die Besucher ihre Emailadress? Und wenn ja, was animiert sie dazu – Freebies, Newsletter, Rabattaktionen?
  • Auf welcher (Unter-)Seite verlassen die User die Internetseite?

Um ein Trackingkonzept zu etablieren, dass seinen Namen auch verdient, hilft euch die folgende Schrittfolge:

  1. Touchpoints identifizieren
  2. Möglichkeiten der Datensammlung ermitteln
  3. Aktionen in das Trackingtool integrieren
  4. analysieren
  5. auswerten und optimieren

Pass auf, dass du keinen Mist misst!

Damit das Trackingkonzept auch wirklich sinnvolle Ergebnisse liefert, solltet ihr zwei Regeln beherzigen:

Wenn du nichts misst, machst du Mist.

Ganz klar ist: Wer gar keine Daten erhebt, verschenkt die wertvolle Chance, mehr über seine (potenziellen) Kunden zu erfahren – und damit auch die Möglichkeit, aus Unentschlossenen tatsächlich neue Kunden zu machen.

Wen du zu viel misst, misst du Mist.

Das Problem mit Analysetools ist: Sie machen fast alles messbar. Aber nur, weil man Daten sammeln kann, kann man sie noch lange nicht gebrauchen. Es ist daher wichtig zu überlegen, welche Daten tatsächlich dazu beitragen, die eigenen Unternehmensziele voranzutreiben – und zwar, BEVOR man zusätzliche Räume mietet, um die Wagenladungen Analysereports zu verstauen. Kurz gesagt: FOKUS!

 

Foto von Scott Webb von Pexels