KI kann dies, KI kann das: Sie unterstützt uns in den unterschiedlichsten Bereichen, kann Prozesse effizienter machen und scheint gefühlt überall mitzuspielen. Manche sehen in ihr sogar schon den Ersatz für menschliche Arbeit. Aber künstliche Intelligenz macht vor allem auch eines: für (größtenteils) lustige KI-Fails sorgen. Inzwischen kommt sie immer häufiger in der Werbung zum Einsatz, doch selbst in der Werbebranche bleibt man von den teils unberechenbaren Ergebnissen der künstlichen Intelligenz nicht verschont.
Um zu zeigen, warum es sich lohnt, bei der Arbeit mit KI genau hinzuschauen, haben wir einige der lustigsten KI-Fails in der Werbung für euch zusammengetragen.
Werbung mit KI-Fehlern: 3 Beispiele
Zugegeben, es ist schon faszinierend, was sich mit KI-Tools wie Chat GPT, Invideo AI oder Pictory an Bild- und Video-Inhalten generieren lässt. Neben aller Faszination fragen wir uns aber genauso oft: “Was um Himmels Willen ist das denn?”. Nicht gerade die Reaktion, die sich Unternehmen für ihre Werbung wünschen. Bei diesen 3 KI-Werbung-Fails hätte wohl besser eine kompetente Werbeagentur *zwinker zwinker* drüber schauen sollen.
1. Falsche Hoffnung durch KI-generierte Bilder
Ein buntes Schlaraffenland aus Süßigkeiten, in dem Schokoladenträume wahr werden. Das oder so ähnlich wurde für „Willy’s Chocolate Experience“ in Schottland beworben. Die Veranstaltung sollte lose auf der Geschichte von Charlie und die Schokoladenfabrik basieren und versprach ein immersives und interaktives Erlebnis für die ganze Familie.
Parents were left furious when they turned up to an 'immersive' #WillyWonka event at the Boxhub Centre in Glasgow, at weekend.
— Mr Pål Christiansen (@TheNorskaPaul) February 28, 2024
The £35-a-ticket 'Willy's Chocolate Experience,' – by organisers House of Illuminati – well, let’s just say left a lot to be desired. .🫤🤦♂️ pic.twitter.com/W9DuSz2OK3
Was lernen wir aus der Geschichte? Sich allein auf KI-generierte Werbebilder zu verlassen, ist wahrscheinlich keine gute Idee – und mit solch dreisten Versprechen zu werben erst recht nicht.
2. KI und ihre (Buch-) Erfindungen
Eine Liste mit Buchempfehlungen für den anstehenden Sommer, soweit nichts Ungewöhnliches in einer Zeitung. Skurril wird es allerdings, wenn die Liste Bücher aufführt, die samt Autoren überhaupt nicht existieren. Genau das ist der Chicago Sun-Times passiert. Der Autor des Artikels nutzte für seine Recherche die gute alte (und bekanntlich nicht immer zuverlässige) KI, welche sich einige Buchtitel einfach ausdachte und auf die Liste setzte. Ein Faktencheck hätte die Zeitung vor diesem KI-Fail bewahren können.
Übrigens ebenfalls hoch im Kurs in der Buchwelt: KI-generierte Fake-Bücher. Insbesondere Fake-Biografien, deren Inhalt durch künstliche Intelligenz erstellt wurde, sind bei Versandhändlern wie Amazon vermehrt erhältlich. Selbst Branchenprofis werden von KI-generierten Nachahmerwerken nicht verschont: Werbeikone Jean-Remy von Matt musste nach der Veröffentlichung seiner Autobiografie “Am Ende” feststellen, dass mindesten 7 weitere KI-generierte Versionen dieser im Internet kursieren. Mit der realen Person haben diese jedoch kaum etwas zu tun: Erfundene Geschichten, wilde englische Titel und unbekannte Personen auf den Buchcovern zeigen einmal wieder, dass die KI Inhalte konstruiert, die mit der Wirklichkeit nur wenig gemein haben.
3. Unrealistische und billige KI Werbung
Auch große Unternehmen wie Coca-Cola werden von KI-Fails nicht verschont. In der Vergangenheit haben die legendären Weihnachtsspots der Marke viel Anklang gefunden: dank zahlreicher echter Coca-Cola Trucks mit tausenden Lichtern und echten Menschen. Echt ist hier das Stichwort. Davon ist in der zuletzt erschienenen Weihnachtswerbung leider nicht viel vorhanden. So hagelte es viel Kritik für den mithilfe von KI kreierten “Holidays Are Coming” Werbespot: Unrealistisch wirkende Tiere, verformte Räder der Coca-Cola Trucks und unproportionale Menschen machen die Werbung zu einem weihnachtlichen KI-Fail, den viele User im Netz als billig bezeichneten.
Fazit: KI-Fails vermeiden
Was lernen wir also daraus? Wer künstliche Intelligenz zur Erstellung von Werbeinhalten nutzen möchte, sollte diese eher als Unterstützung betrachten und ihr keine Alleingänge überlassen. KI kann damit beim Erstellen von Inhalten helfen, aber die finale Bewertung sollte immer bei einem aufmerksamen Menschen liegen. Es gilt also, Prozesse eng zu begleiten und nicht blind auf KI zu vertrauen.
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